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Wir

Wir kommen nicht aus der Politik, sondern als Designer:innen aus einer Disziplin, die es gewohnt ist, Prozesse zu hinterfragen, neu zu denken und gezielt kreativ zu werden. Diesen Blick von außen verstehen wir als Stärke. Wo viele nur noch bürokratische und wahltaktische Zwänge sehen, sehen wir Gestaltungsspielräume. Denn wir sind überzeugt, dass die Welt entworfen werden kann.

Den politischen Betrieb haben wir als ein hoch professionalisiertes System kennengelernt, das aber sehr träge gegenüber Veränderungen ist. Während die inhaltliche Unterstützung durch Interessenvertretungen und die Wissenschaft sehr gut etabliert ist, erkennen wir einen großen Bedarf an einer prozessualen Unterstützung. 

Wir haben uns gegründet, um Politiker:innen und anderen Akteuren die dafür benötigten Entwurfskompetenzen zur Verfügung zu stellen und ihre Gestaltungsprozesse zu bereichern. Als gemeinnütziger Verein trennen wir das, was wir machen, von unserer Finanzierung. Unsere Arbeit ist keine Dienstleistung für einzelne Politiker:innen, sondern eine Förderung der demokratischen Politik für alle. Uns verbindet die Neugier auf politische Prozesse und die Motivation, sie aktiv mitzugestalten.

Unser Team

Philipp Cartier

Initiator & Leitung

Frederik Kampe

Finanzierung & Konzeption

Jule Helene Leinpinsel

Projektleitung & Kommunikation

Robert Schröter

Projektleitung

Lisa Heinze

IT & Support

Bianca Biehn

Kommunikation

Wofür wir arbeiten

Sowohl Politik als auch Design haben den Anspruch zu gestalten, verstehen darunter aber Unterschiedliches. Politik gestaltet vor allem durch Entscheidungen. Das erwartete Ergebnis bestimmt häufig die Arbeitsweise und engt sie ein, wodurch im Zweifel Handlungsfähigkeit nur simuliert wird. Lösungsoptionen, die außerhalb der aktuellen Wahrnehmung liegen, kommen so selten in den Blick. Das wollen wir ändern.

Wir wollen eine Entwurfspraxis, wie wir sie aus dem Design kennen, in der Politik verankern: ein offenes Erkunden von Problem- und Lösungsräumen, bevor es um Entscheidungen geht. Nicht als Ergänzung am Rand, sondern als selbstverständlicher Teil politischer Arbeit. Denn viele der Arbeits- und Denkweisen, die wir einbringen, stecken nicht in Methoden wie etwa dem Design Thinking, sondern entfalten sich in unserem individuellen Umgang mit Komplexität, Offenheit und Ungewissheit.

Im Design gestalten wir durch das Entwerfen von Ideen und die kreative Konkretisierung von Optionen. Unser Ziel ist ein langfristiger Wandel der Gestaltungskultur in politischen Prozessen, hin zu einer Praxis, in der Entwerfen und Entscheiden in einer angemessenen Balance zueinanderstehen.

Unser Beirat

Unser Beirat begleitet unsere Arbeit mit unterschiedlichen Expertisen und setzt Impulse von außen. Er berät den Vorstand in strategischen und finanziellen Fragen. 

Prof. Dr. Sven T. Siefken

Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Silke Zimmermann

Geschäftsführende Vorständin der Nemetschek Stiftung

Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Ehem. Bürgermeister von Wuppertal & Transformationsforscher

Unsere Positionen

Die meisten von uns kommen aus dem Design. Gleichzeitig bringen wir unterschiedliche Ausbildungen, berufliche Hintergründe und politische Perspektiven mit. Uns eint der Wunsch nach einer starken Demokratie und einer vielfältigen politischen Landschaft. Wir bringen uns in die Begleitung von politischen Akteur*innen ohne eigene politische Ziele ein, setzen aber klare Grundbedingungen für die Zusammenarbeit. 

Demokratisch

Die Gestaltungszentrale Politik versteht sich als Teil der Demokratie und konkreter politischer Vorhaben. Die demokratische Grundordnung ist das Fundament ihrer Arbeit. 

Antidiskriminierend

Die Gestaltungszentrale Politik stellt sich gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Sexismus, sowie anderen Formen der Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit. Eine Zusammenarbeit mit diskriminierenden Akteur*innen schließt sich aus.

Überparteilich

Die Gestaltungszentrale Politik nimmt sich der Komplexität der Demokratie konstruktiv an. Sie legt Wert auf Meinungsvielfalt und Überparteilichkeit. 

Authentisch

Die Gestaltungszentrale Politik ist sich bewusst, dass ko-kreatives Gestalten in der Politik ein sicheres und vertrauliches Umfeld benötigt. Sie verfolgt keine eigene inhaltliche Agenda, sondern begleitet den öffentlichen Diskurs. Dabei bleibt sie authentisch und wahrt ihre eigene Integrität. 

Ergebnisoffen

Die Gestaltungszentrale Politik ist sich bewusst, dass keine Gestaltungsbegleitung der anderen gleicht. Weil es keine Blaupause gibt, legt sie von Beginn an großen Wert auf einen transparenten und offenen Prozess.

Transdisziplinär

Die Gestaltungszentrale Politik ermöglicht ko-kreatives Arbeiten. Sie nutzt Methoden und Denkweisen des Designs sowie anderer Gestaltungspraktiken und Wissenschaften. Durch politische und wissenschaftliche Unvoreingenommenheit ermöglicht sie unterschiedliche Positionen und Perspektiven in der Gestaltungsbegleitung. 

Experimentell

Die Gestaltungszentrale Politik hat den Mut und die nötige Naivität, neue Wege zu gehen. Proaktiv bringt sie unkonventionelle und experimentelle Ansätze in die Gestaltungsbegleitung ein und schafft so vielfältige Optionen für politische Entscheidungen. 

Geduldig

Die Gestaltungszentrale Politik ist sich im Klaren darüber, dass sie mit ihrem Gestaltungsverständnis auf eine langfristige Änderung der politischen Kultur hinwirkt. Sie bleibt geduldig und erhält die Passion für politische Gestaltung. 

Aufmerksam

So wichtig wie eine starke Haltung ist in der Demokratie die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren und sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Wir sind gespannt, wie wir diese Auflistung verändern und erweitern dürfen.