Projektstart: April 2026
Damit Politik die Bedürfnisse von Menschen erfolgreich vertreten kann, müssen sich beide Seiten erreichen. Doch etablierte Dialogformate stoßen häufig an ihre Grenzen: Sie erreichen nur einen Teil der Gesellschaft, sind oft stark formalisiert und werden der Komplexität politischer Entscheidungsprozesse selten gerecht. Gleichzeitig berichten politische Vertreter:innen, dass ihre Angebote zum Austausch kaum angenommen werden, während Bürger:innen das Gefühl haben, nicht gehört zu werden.
In diesem Projekt untersuchen wir, wie die Kommunikation zwischen Politik und Bürger:innen besser gestaltet werden kann. In einem mehrstufigen Prozess arbeiten wir gemeinsam mit politischen Akteur:innen, Bürger:innen, Wissenschaft und professionellen Gestalter:innen an neuen Ansätzen für den politischen Austausch.
Den Auftakt bildet ein offener Workshop im Mai 2026 in Frankfurt. Dort kommen Bürger:innen und politische Vertreter:innen zusammen, um ihre Erfahrungen mit politischer Kommunikation zu teilen und gemeinsam zu untersuchen, wann und wo Austausch entsteht und wann er scheitert. Die Ergebnisse werden anschließend mit Expert:innen aus Wissenschaft und demokratischer Praxis eingeordnet und verdichtet. Darauf aufbauend entwickeln professionelle Gestalter:innen 2–3 prototypische Ansätze für neue Formate der politischen Kommunikation und Beteiligung.
Die Ergebnisse werden im Herbst 2026 im Rahmen der World Design Capital öffentlich präsentiert und dokumentiert.
Gefördert von der Nemetschek Stiftung und der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Fotocredits, Sacha Canivet